Nach der Einschiffung in den Haupthäfen werden alle Gäste aufgefordert, an einer 1-stündigen Seenotrettungsübung, die in 6 Sprachen abgehalten wird, teilzunehmen. An den Übungen ist die gesamte Crew beteiligt. Simuliert werden Evakuierungsmaßnahmen. Dabei sind die Gäste angehalten, die Rettungswesten in ihren Kabinen zu nehmen und sich zu der ihnen zugewiesenen Muster Station (Sammelstelle) zu begeben, wo sie weitere Sicherheitseinweisungen erhalten.
In allen weiteren Häfen wird vor dem Ablegen des Schiffes ein detailliertes Sicherheits-Briefing für alle neu eingeschifften Gäste abgehalten. Das Briefing findet in einem bestimmten Bereich (üblicherweise dem Theater oder einer Muster Station) statt, wobei nicht die gesamte Crew daran teil nimmt, sondern eine Gruppe von Hostessen und Animateuren, die den Gästen die Sicherheitsausrüstung und die Abläufe erklären.
Sowohl die Seenotrettungsübungen als auch die Briefings befinden sich im Einklang mit den SOLAS-Vorschriften.
Genaue Instruktionen, wie die zugewiesenen Muster Stations erreicht werden und wo die Rettungswesten in der Kabine zu finden sind, befinden sich in 6 Sprachen (ITA, ENG, GER, FRA, PORT, RUS) im Informations-Booklet in der Kabine und auf der Innenseite der Kabinentüre (in 6 Sprachen), wo auch die Anweisungen im Brandfall und ein Plan ersichtlich sind, der zeigt, wo man sich befindet und wo genau die Fluchtwege zu den Muster Stations sind.
Karten mit den Standorten der verschiedenen Muster Stations sind in allen öffentlichen Bereichen und Treppen etc. ausgehängt. Alle öffentlichen Bereiche enthalten weiterhin Pfeile, die den Weg zu den nächsten Muster Stations zeigen bzw. zu den jeweiligen Treppenhäusern, über die die Stations erreichbar sind. Darüber hinaus wird auf dem Kanal 1 des Bordfernsehens durchgehend 24 Stunden täglich ein Sicherheitsvideo (in Italienisch und Englisch) ausgestrahlt.
Die Besatzung unterzieht sich regelmäßigen Schulungen an Land, vor der Einschiffung und an Bord. Die umfassende Schulung an Bord wird von einem Sicherheitsoffizier des Schiffes koordiniert und besteht aus vier 2-Stunden-Modulen, die sich wie folgt zusammen setzen:
A. Vorbereitung
B. Notfallanweisungen
C. Brandbekämpfung
D. Lebensrettung
Ein wesentlicher Teil des Abschnitts D ist der Handhabung der Rettungsboote gewidmet. Alle Besatzungsmitglieder die unmittelbar für die Rettungsboote zuständig sind, erhalten zusätzliche Schulungen über Vorbereitung, Wassern, Steuern und Wartung der Rettungsboote.
Jede Woche führt die Mannschaft eine Notfallübung mit Feuersimulation und Evakuierungsmaßnahmen durch, einschließlich Übungen zum Verlassen des Schiffes mit den Rettungsbooten.
Die MSC Kreuzfahrtschiffe wurden so entworfen, dass sie die Isolierung von Feuer und Rauch ermöglichen. Die komplette MSC Kreuzfahrten-Flotte ist, wie alle Kreuzfahrtschiffe, die den Standards entsprechen, mit verschiedenen passiven Feuer- und Rauchbekämpfungsanlagen ausgestattet. Darunter fallen Brandschutztüren und Abtrennungen, Brandschutzklappen und Belüftungssysteme. Die Schiffe sind mit Rauch-Management-Systemen, gesonderten Ventilationskreisläufen und druckfesten Korridoren ausgestattet, um Rauch einzudämmen und eine Ausbreitung zu verhindern. Die Regeln und Bestimmungen gegen Feuer werden an Bord aller MSC Kreuzfahrtschiffe strikt eingehalten.
Die MSC Kreuzfahrten-Flotte verfügt über verschiedene Systeme zur Prävention von Bränden. Das Hauptsystem ist das „Consilium-System“, welches aus den folgenden Detektoren besteht, die über das Schiff verteilt sind:
• Rauchmelder
• Hitzemelder (melden Temperaturen über 57°C)
• Hitzemelder (melden Temperaturen über 120°C)
• Rauch- und Hitzemelder
• Flammenmelder
Dieses Präventionssystem wird durch eine Feuerwehr ergänzt. Rund um die Uhr stehen dafür Feuerwehrmänner an Bord in Vierstundenschichten in Bereitschaft. Die Feuerwehr-Patrouille muss verschiedene Punkte des Schiffes vorschriftsgemäß aufsuchen (dies wird durch ein digitales Anwesenheitssystem erfasst).
Die MSC Kreuzfahrten-Flotte nutzt verschiedene Systeme, um die Ausbreitung von Feuer und Rauch zu kontrollieren, darunter Brandschutztüren und Abtrennungen, Brandschutzklappen und Belüftungssysteme.
Das Hauptsystem zur Feuerbekämpfung ist das „Hi-Fog“, ein Wasserhochdrucksystem, das Feuer mit feinem Wasserdampf und unter hoher Geschwindigkeit zurückdrängt und löscht. In den Kabinen wird dieses System aktiviert, wenn die Temperatur auf über 57°C steigt. Der Maschinenraum enthält eine Reihe von High-Tech-Systemen. Das „Hi-Fog“-System wird automatisch aktiviert, wenn zwei Detektoren gleichzeitig im selben Bereich ausgelöst und nicht innerhalb von zwei Minuten zurückgesetzt werden.
Zur effektiven Feuerbekämpfung werden Schaum und Wasser unter hohem Druck versprüht.
Im Maschinenraum gibt es außerdem ein CO2-System. Bei Aktivierung wird CO2 in den entsprechenden Raum entlassen, um das Feuer durch die Verringerung von Sauerstoff zu ersticken. Bevor die CO2-Systeme verwendet werden, muss die gesamte Crew aus dem Bereich evakuiert worden sein.
Der Maschinenraum ist auf allen MSC Kreuzfahrtschiffen, außer der MSC Melody, videoüberwacht.
Die Mitarbeiter sind dazu ausgebildet, im Falle von Feuer und Rauch effektiv und in geeigneter Weise zu reagieren. In Übereinstimmung mit STCW (Standards of Training, Certification & Watchkeeping, 1995) müssen alle Crewmitglieder ein Grundsicherheitstraining absolvieren, das auch Feuerbekämpfung beinhaltet.
Auch wird jede Woche an Bord aller MSC Kreuzfahrtschiffe in einem unterschiedlichen Bereich eine Brandschutzübung durchgeführt.
Der Notfallplan zur Eindämmung von Bränden an Bord der MSC Schiffe liegt in der Verantwortung der Feuerwehrteams. Die Teams werden durch den Sicherheitsoffizier ausgebildet und koordiniert.